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Ab 2015: Erstes Gefahrstofflager seiner Art in der Region Schweinfurt

15.12.2014

Schäflein Logistics errichtet in Röthlein bei Schweinfurt ein Gefahrstofflager. Dies ist laut Landratsamt das erste Lager nach den sogenannten „erweiterten Pflichten gemäß Störfallverordnung" in der gesamten Region. Auf einer Fläche von 8.000 Quadratmetern können dort ab Anfang des kommenden Jahres Stoffe gelagert werden, die giftig, entzündbar, ätzend oder anderweitig gefährdend wirken können. Dabei handelt es sich beispielsweise um bestimmte Pflanzenschutzmittel, Benzin, Schmierstoffe, Säuren, Dünger und Spritzmittel oder Stoffe, die einen sehr niedrigen Flammpunkt aufweisen oder hochentzündlich sind.

 

Umfassendes Sicherheitskonzept

Das Gefahrstofflager ist technisch in jeder Hinsicht auf dem optimalen Stand und bietet eine ganze Reihe von Sicherheitsmerkmalen: So ist das komplette Gebäude aus Wasserschutzgründen als Auffangwanne ausgebildet und beinhaltet eine Schaumlöschanlage zum Löschen von brennbaren Flüssigkeiten. Dieses Konzept ist ausgelegt für Gebinde von 100 Milliliter bis zu 1.000 Liter. Darüber hinaus verhindert eine Gaswarnanlage, verbunden mit einer Lüftungsanlage, das Entstehen von explosionsartigen Gaskonzentrationen. Ein eigener Giftraum mit einer Stellplatz-Kapazität von 250 Paletten komplettiert die Sicherheitskonzeption auf hohem Niveau.

Auf die Idee brachte das Unternehmen der Wunsch eines Kunden nach der Lagerung von Gefahrstoffen. Bei Schäflein erkannte man sofort den Bedarf der Industrie, zumal in der Region noch kein Gefahrstofflager nach den sogenannten „erweiterten Pflichten gemäß Störfallverordnung" existierte, und plante ein Gebäude nach dem Multi-User-Konzept. Dieses Vorhaben ermöglicht es künftig vielen Firmen, Gefahrstoffe in direkter Nähe zur Schäflein Spedition für den schnellen Umschlag zu lagern.

Intelligente Gefahrstofflagerung

Unter den vielen Besonderheiten dieses Projekts ist das computergestützte Sicherheitskonzept hervorzuheben. Dabei wird mit Hilfe einer Software geregelt, welche Gefahrstoffe mit anderen zusammen gelagert und welche auf keinen Fall zusammen gelagert werden dürfen und welche Schutzsysteme man jeweils anwendet. Außerdem stellt Schäflein Logistics der Feuerwehr Hard- und Software zur Verfügung, die in Echtzeit alle eingelagerten Gefahrstoffe, gruppiert nach UN-Nummern und Standort in der Halle, anzeigt. Sollte in einem Lagerbereich Feuer ausbrechen oder ein gefährlicher Stoff (Flüssigkeit, Gas) freigesetzt werden, kann die Feuerwehr genau sehen, welche Arbeitsgeräte, Löschmittel und Schutzkleidung jeweils erforderlich sind.