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Mit Schall gegen hartnäckigste Rückstände

10.03.2014
sprintbox nimmt Ultraschallanlage für die Reinigung von Mehrwegbehältern in Betrieb

Für das Säubern von Schmuck, Brillen und anderen feinstrukturierten Teilen werden schon seit langem Ultraschallreinigungsgeräte eingesetzt, sogar für den Hausgebrauch sind sie mittlerweile günstig zu haben. Im größeren Maßstab nutzt auch die Industrie die Wirkung der hochfrequenten Schallwellen, beispielsweise zum Reinigen von Oberflächen vor der Lackierung. Der fränkische Logistikdienstleister sprintbox hat nun eine Anlage in Betrieb genommen, mit der auch stark verschmutzte Mehrwegbehälter effizient und umweltschonend gereinigt werden können.

Mit diesen Mehrwegbehältern aus robustem Kunststoff versorgt sprintbox in einem ausgeklügelten Kreislaufsystem Industriebetriebe „just in time" mit Bau- oder Ersatzteilen. Verschmutzte Behälter werden - übrigens auch als Dienstleistung für Kunden aus dem Logistikbereich - in einer speziellen Durchlaufwaschanlage gereinigt. „Häufig reicht diese konventionelle Behälterreinigung aber nicht mehr aus", sagt Ralf Jahn, der das Depot in Grettstadt bei Schweinfurt leitet. Bei hartnäckigen Rückständen aus Haftöl oder Grafit hat auch die Waschanlage keine Chance.

Bislang mussten solche Behälter aussortiert und entsorgt werden. Das ist nun vorbei - denn jetzt kommt die neue Ultraschallreinigungsanlage zum Einsatz. Deren hochfrequente Schallwellen bringen die Wassermoleküle in Schwingung und wirken so wie eine kleine Bürste. Um zu verdeutlichen, was im Inneren der Anlage passiert, dient folgender Vergleich: Füllt man ein leer gelöffeltes Joghurtglas mit Wasser, tut sich kaum etwas. Schüttelt man aber das Glas, lösen sich die Joghurtreste. Vereinfacht gesagt schüttelt der Ultraschall also den Schmutz mit hoher „Schüttelfrequenz" von der Oberfläche der Mehrwegbehälter ab.

Außerdem erzeugt Ultraschall an harten Oberflächen die so genannte Kavitation. Das sind kleinste Blasen, die sofort wieder in sich zusammenfallen. Dieses Zusammenfallen trägt ebenfalls dazu bei, dass sich der Schmutz von der Oberfläche löst. Das Ergebnis: Mehrwegbehälter, die aussehen wie neu, obwohl sie vor der Behandlung mit hartnäckigsten Rückständen verunreinigt waren. Auf aggressive Reiniger kann bei dieser physikalischen Reinigungsmethode übrigens verzichtet werden, die Technik ist daher besonders umweltschonend.

Der Einsatz dieser effizienten Anlage hat sich schon bis zu den Kunden von sprintbox herumge-sprochen. „Aktuell fragen uns Industrieunternehmen, ob wir auch die Teilereinigung anbieten", so Ralf Jahn. „Klar, da kommt die Ultraschallreinigung schließlich her. Und wir kommen so zu einem neuen Betätigungsfeld."


Über die sprintBOX GmbH
Die sprintbox GmbH ist Logistikdienstleister für das Behältermanagement und ein Tochter-unternehmen der Schäflein AG mit Hauptsitz in Röthlein. Das Leistungsspektrum des Unternehmens sprintbox umfasst das Kreislaufmanagement von Mehrwegbehältern in unternehmensüber-greifenden Beschaffungs- und Distributionsprozessen, die operative Abwicklung wie beispielsweise die Reinigung und Reparatur sowie die Vermietung und das Pooling von Mehrwegbehältern. sprintBOX verfügt über ein flächendeckendes Depotnetzwerk mit Wasch- und Servicecentern u. a. in Grettstadt, Nürnberg, Schwerte/Dortmund, Horb und Hallein (Österreich).